Gertrud Brauner

gertrud braunerhat ihre Kindheit und Jugend in ländlich-beschaulicher Umgebung eines Schweizer Dorfes verbracht, wo für Kinder noch viel Spielraum für Streifzüge und abenteuerliche Unternehmungen möglich war. In ihrer Familie war textiles Material allgegenwärtig und der selbstverständliche Umgang mit Wolle, Stoff, Zwirn und Garn hat sie wie ein roter Faden durch ihr ganzes bisheriges Leben begleitet. Sie war ein Kind, das man mit ein paar Stoffresterln glücklich machen konnte. Daraus kreierte sie ihre eigene phantastisch- kindliche Welt.

Seit 50 Jahren ist ihr Zuhause in Österreich, wo sie ihr fundiertes fachliches Wissen im Lehramtstudium für Textiles Gestalten und Bildnerische Erziehung erworben hat. Intensive Beschäftigung  mit Akt- und Porträtzeichnen, Aquarellmalerei, Bildhauerei und Holzschnitt hat ihr auf der Suche nach künstlerischen Ausdrucksformen neue Wege eröffnet. Geblieben ist die Leidenschaft Wolle, Gewebe und Garne zweckentfremdet einzusetzen, sie ihrer eigentlichen Bestimmung zu entziehen und neu zu definieren. Sie „modelliert“ mit Wolle, „formt“ mit Leinen und anderem Gewebe, „malt“ mit eigens eingefärbter Seide oder zufällig entdeckten  Baumwollfasern. Garne und rohes unverfälschtes Fasermaterial erzielen Texturen und ausdruckstarke Oberflächen.

Ihre hier gezeigten Arbeiten sind geprägt von den gegenwärtigen politischen Ereignissen und deren kulturellen und sozialen Auswirkungen.


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